Die Stadt Heidelberg

 
 
  Daten zur Geschichte!

550.000 v. Chr. In Mauer bei Heidelberg wird 1907 der Unterkieferknochen des "homo heidelbergensis" gefunden, des bis heute frühesten Zeugnisses menschlichen Lebens in Europa.

Alte Heidelberger Brücke

Alte Brücke und Heidelberger Schlossruine 
                        im Hintergrund
   
5.Jh.v. Chr. Kelten erbauen eine Fliehburg und Kultstätten auf dem Heiligenberg.

um 80 n. Chr. Die Römer unterhalten ein Kastell und einen Signalturm am rechten Neckarufer. Bau einer Holzbrücke über dem Neckar. Im Schutz des Kastells entwickeln sich erste bürgerliche Ansiedlungen. Die Römer halten sich bis 260.

5.Jh. Beginn einer dauerhaften Besiedlung.

769 Das Dorf "Bergheim" wird urkundlich erwähnt.

Blick auf die Schlossruine von der Heiliggeistkirche

Heidelberger Schlossruine vom Kirchturm 
                        der Heiliggeistkirche gesehen.

   
1155 Die älteste Burg und die Siedlung gelangen aus dem Besitz der Bischöfe von Worms an das Geschlecht der Hohenstaufen. Ihr Vertreter Konrad wird Pfalzgraf bei Rhein.

1195 Durch Heirat kommt die Pfalz an die Welfen.

1196 "Heidelberch" wird erstmals in einer Urkunde genannt. Eine Holzbrücke überspannt den Neckar.

1214 Die Pfalzgrafschaft gelangt mit Herzog Ludwig I. von Bayern an die Familie der Wittelsbacher.

Blick vom Schloss über die Heidelberger Altstadt hinaus in die Rheinebene.

Blick von der Schlossruine auf Heidelberg
   
1225 Eine Burg über Heidelberg wird in einer Urkunde erwähnt.

1255 Landesteilung: Rudolf I. (der Stammler) wird Pfalzgraf bei Rhein (Pfälzer Linie)

1303 Eine Urkunde nennt zwei Burgen: eine am Platz der heutigen "Molkenkur", die andere auf dem Platz der heutigen Schloßruine.

1329 Nachdem Kaiser Ludwig IV., der Bayer, 10 Jahre lang die Pfalz mitverwaltet hatte, wird sie im "Hausvertrag von Pavia" endgültig von Bayern getrennt. Die Kurwürde soll zwischen den beiden Linien wechseln. Rudolf II. (der Blinde) wird erster Kurfürst von der Pfalz und regiert sie gemeinsam mit Ruprecht I.l bis 1353.

Blick auf die Alte Brücke der Altstadt, heute Karl-Theodor-Brücke genannt.

Blich auf den Neckar und die alte Brücke
   
1359 Im Reichsgesetz "Goldene Bulle" erhalten die Pfalzgrafen weitgehende Rechte als "unteilbares Eigentum": die Kurfürstenwürde sowie die Ämter des Erztruchsessen, des obersten Richters im Reich und des Reichsverwesers.

14.Jh. Unterhalb der Burg bildet sich eine bis 1743 von der Stadt unabhängige Siedlung.

1386 Gründung der ältesten Universität im heutigen Deutschland durch Kurfürst Ruprecht I., nach Prag und Wien damals dritte Universität des deutschsprachigen Raumes.

1392 Die Bewohner des Dorfes Bergheim werden in die Heidelberger "Neustadt" umgesiedelt. Dadurch erweitert sich das Stadtgebiet von der Grabengasse bis zum heutigen Bismarckplatz.

Teile der Alten Brücke

Teile der Alten Brücke
   
1400 Kurfürst Ruprecht III. wird deutscher König, genannt Ruprecht I. von der Pfalz. Baubeginn der Heiliggeistkirche. Bei seinem Tod 1410 wird die Pfalz unter seine 4 Söhne aufgeteilt.

1462 Schlacht bei Seckenheim: Die Heere des Markgrafen von Baden und des Grafen von Würtenberg werden von den Pfälzern unter Kurfürst Friedrich I. (dem Siegreichen) geschlagen.

1508-44 Erneuerung der Wehranlagen und Wirtschaftsgebäude im Schloss durch Kurfürst Ludwig V.

1518 Luther trägt in Heidelberg, damals Zentrum des Humanismus, seine Rechtfertigungslehre vor.

 
Teile der Alten Brücke
   
1537 Durch Blitzschlag wird die obere Burg zerstört.

1556-59 Kurfürst Otto Heinrich: Er führt die Reformation ein und lässt den wohl schönsten Renaissance-Palast nördlich der Alpen errichten.

1563 Kurfürst Friedrich III. setzt den Calvinismus durch. Der Heidelberger Katechismus wird das Lehrbuch des reformierten Bekenntnisses.

1608-10 Kurfürst Friedrich IV. ist Führer der protestantischen "Union"

Das große Weinfass von Heidelberg

Das große Weinfass von Heidelberg
 
Das berühmte große Faß Karl Theodors, geschmückt mit dessen Initialen fasst beinahe 222.000 l.
   
1610 Kurfürst Friedrich V. lässt den berühmten Schlossgarten (Hortus Palatinus), den Englischen Bau und das Elisabethentor errichten.

1619 Die protestantischen Stände in Böhmen wählen Friedrich V. zum König. Dieser verliert 1620 die "Schlacht am Weißen Berge" gegen das Heer des Kaisers und gleichzeitig Kur- und Königswürde.

1622 Der kaiserliche Feldherr Tilly erobert Stadt und Schloss Heidelberg.

1623 Die berühmte "Pfälzer Bibliothek" wird als Kriegs-beute von den Kaiserlichen verschleppt. Bis 1649 verwaltet Herzog Maximilian von Bayern, mit einer kurzen Unterbrechung 1633/34 durch die Schwedenherrschaft, die Pfalz. Durch Kriegseinwirkungen verliert das Land drei Viertel seiner Bevölkerung.

Ansicht der Heidelberger Schlossruine am Eingang zum Apothekermuseum

Ansicht der Heidelberger Schlossruine 
                        am Eingang zum Apothekermuseum
   
1649 Westfälischer Friede: Die Oberpfalz und die alte Kurwürde fallen an Bayern. Für die Pfalz wird jedoch eine achte Kur geschaffen. Kurfürst Karl Ludwig lässt Schloss und Universität erneuern und gibt den Lutheranern Religionsfreiheit. Flamen, Wallonen, Hugenotten, Waldenser und Schweizer besiedeln die Kurpfalz.

1685 Die Linie Pfalz-Simmern stirbt mit Kurfürst Karl II. aus, sie wird von der Linie Pfalz-Neuburg beerbt. König Ludwig XIV. von Frankreich erhebt für seine Schwägerin Liselotte von der Pfalz ohne deren Einverständnis Erbansprüche. Liselotte ist mit Ludwigs Bruder verheiratet, die Pfalz würde danach an Frankreich fallen.

1688/89 Im Verlauf des Pfälzischen Erbfolgekriegs nehmen die französischen Truppen Heidelberg ein und zerstören vor ihrem Rückzug Schloss und Stadt sowie die Dörfer und Städte der Rheinebene.

1693 Ludwigs Truppen besetzen Heidelberg erneut. Sie sprengen sämtliche Festungswerke und brennen die Stadt nieder. Auch die Grabstätten der Kurfürsten werden geplündert und zerstört.

 Besuch im Apothekermuseum

Besuch im Apothekermuseum

   
ab 1697 Die Einwohner Heidelbergs kehren in die Stadt zurück und beginnen den Wiederaufbau auf den Trümmern.

1720 Religionsstreitigkeiten zwischen dem katholischen Herrscherhaus und der evangelischen Bevölkerung um die Heiliggeistkirche führen zur Verlegung der Residenz nach Mannheim.

1742-99 Kurfürst Karl Theodor fördert die Wirtschaft, lässt die Alte Brücke bauen und beginnt mit dem Wiederaufbau des Schlosses. Ihm zu Ehren errichtet man das Karlstor als Triumpfbogen.

Südlicher Flair am Neckar gegenüber der Heidelberger Altstadt

Südlicher Flair am Neckar gegenüber der Heidelberger 
                        Altstadt
   
1764 Während des Wiederaufbaus zerstört ein Blitzschlag weitere Schlossgebäude, so dass man die Arbeiten einstellen lässt.

1803 Im Reichsdeputationshauptschluss fällt Heidelberg an das Großherzogtum Baden. Karl Friedrich lässt sogleich die Universität neu gründen. Sie heißt bis heute nach ihren beiden Gründern "Ruperta Carola".

ab 1810 Der französische Emigrant Charles Graf von Graimberg beginnt mit seinem Lebenswerk: Konservierung der Schlossruine und Aufbau einer historischen Sammlung.

1815 Der Zar von Rußland, der Kaiser von Österreich und der König von Preußen schließen in Heidelberg ihr Bündnis gegen Napoleon, die "Heilige Allianz". Die Schlossruinen werden ihnen zu Ehren mit einem großen Holzfeuer beleuchtet.

1840 Eröffnung der Eisenbahnlinie Mannheim-Heidelberg und des alten Bahnhofs am Platz des heutigen Menglerbaus.

1848 Eine Konferenz in Heidelberg beschließt die Einberufung einer deutschen Nationalversammlung in Frankfurt.

1860 Erste "bengalische" Beleuchtung von Schloss und Brücke. Um 1874 unternimm Mark Twain, der berühmte Schriftsteller eine Reise nach Deutschland um die deutsche Sprache sowie Land und Leute kennenzulernen.

1920-33 Bedeutende Mediziner (Czerny, Erb, Krehl) und Geisteswissenschaftler (Rohde, Weber, Gundolf) lehren in Heidelberg.

1945 Couragierten Heidelbergern gelingt es in letzter Minute, die Stadt unversehrt an die amerikanische Militärführung zu übergeben. Sie wird Sitz hoher militärischer Dienststellen des amerikanischen Hauptquartiers für Europa. Die Universität wird auf Initiative des Mediziners Karl H. Bauer und des Philosophen Karl Jaspers wieder eröffnet.

1955 Der heutige Hauptbahnhof wird eingeweiht.

1978 Die Heidelberger Hauptstraße wird zur Fußgängerzone. Die Stadt beginnt mit einer umfassenden Alststadtsanierung.

1980 Einweihung der Stadthalle Heidelberg als Kongreßhaus.

 
  Quelle: Stadtführer der Stadt Heidelberg, Edm. von Königverlag, Heidelberg / Diehlheim

 
 

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  Updated on 19.07.02  
     
 
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